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Das Märchen
von der sicheren Geldanlage

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Es war einmal vor langer langer Zeit in einem nahen Land. Ein braver Bürger ging Tag aus Tag ein fleißig arbeiten. Er war Geselle in einer Mühle. Am Monatsende bekam er für seine getane Arbeit vom Müller Taler aus purem Gold. Einen Teil tauschte er gegen Brot bei einem Bäcker. Er kaufte Schuhe bei einem Schuster und Kleider bei einem Schneider. Einen zweiten Teil spendete er dem Staat, welcher ihm täglich sagte, wie er zu leben hätte. Einen dritten Teil legte er in sein Sparschwein, um im Alter nicht mit leeren Händen dazustehen. So lebte er glücklich und zufrieden.

Eines Tages kam ein gut gekleideter Herr in sein Haus und sagte zu ihm: „Du musst jeden Tag für dein Gold schwer arbeiten und was macht dein Gold für dich? Es liegt nur faul herum und tut nichts. Lass dein Gold arbeiten und es wird sich vermehren. Auch ist es in deinem Sparschwein vor Räubern nicht sicher. Ich habe eine Bank mit einem Tresor. Da kannst du dein Gold in Sicherheit bringen, und ich sorge dafür, dass es angemessen arbeitet und dir jedes Jahr einen zusätzlichen Ertrag bringt. Als Nachweis, dass du mir dein Gold überlassen hast, gebe ich dir ein (Spar-) Buch. Da schreiben wir alle Einzahlungen von dir hinein. Wenn ein Jahr vergangen ist, schreibe ich die erwirtschafteten Erträge dazu. So kannst du jederzeit in deinem (Spar-) Buch nachschauen, wieviel Gold ich von dir habe. Und wenn du dein Gold für längere Zeit nicht brauchst, dann garantiere ich dir sogar einen Gewinn von 2% pro Jahr.“
Nach anfänglicher Skepsis willigte der brave Bürger ein. Es verging die Zeit und alles schien in Ordnung zu sein.

Nun hatte der Banker dem braven Bürger versprochen, sein Gold zu vermehren. So kam es, dass der Banker das Gold des braven Bürgers an den Müller auslieh und dafür eine Gebühr (Zins) verlangte. Der Müller musste von Zeit zu Zeit seinen Mühlstein erneuern. Er besaß aber nicht genug Gold für einen neuen, schöneren und besseren Mühlstein. Der Banker hatte genügend Gold in seinem Tresor und lieh es dem Müller mit einer Gebühr von 10% pro Jahr.

Nach einem Jahr gab der Müller das geliehene Gold zurück und bezahlte die Gebühr von 10% gleichfalls in Gold. Der Banker gab dem braven Bürger seinen Anteil, indem er einen Eintrag im (Spar-) Buch machte und legte das Gold in den Banktresor. Das restliche Gold (Gewinn für den Banker) legte er in seinen privaten Tresor. Der brave Bürger war zufrieden und das Vertrauen in den Banker stieg.

Eines Tages sagte der Müller: „Ich habe mein Gold auch auf der Bank, und es ist doch nicht sehr klug, dass ich es den weiten Weg von der Bank bis zu mir trage. Dann gebe ich es dir und du trägst es wieder zur Bank zurück. Das können wir einfacher und sicherer machen. Ab heute stell ich dir eine Quittung aus. Diese kannst nur du bei der Bank gegen Gold eintauschen und so brauchen wir das Gold nicht hin und her tragen. Außerdem ist es viel besser vor Räubern geschützt.“ Da ihm der Müller keine Wahl lies, willigte der brave Bürger ein. Er trug nun nicht mehr sein Gold zur Bank, sondern ein Stück Papier. Auf diesem Zettel stand, wieviele goldene Taler er verdient hatte.

Der Banker nahm die Quittung gerne an. Er zog die Anzahl Taler vom (Spar-) Buch des Müllers ab und schrieb es dem (Spar-) Buch vom braven Bürger gut. Er ging nicht mal mehr zum Tresor, um das Gold zu holen. Es blieb da, wo es war, beim Banker! Natürlich verlangte er dafür eine Gebühr. Es wanderte ganz unauffällig wieder etwas Gold in den Privattresor des Bankers.

Wieder verging die Zeit und alles schien in Ordnung zu sein. Der brave Bürger glaubte sein Gold im Tresor der Bank in Sicherheit.

Das einzig Unangenehme war, dass er vor einem Einkauf beim Bäcker, Schuster oder Schneider immer erst zur Bank musste, um Gold zu holen. Da kam der Banker auf die Idee, universelle Quittungen auszustellen. Diese konnte man ab sofort bei jedem Händler zum Tauschen (bezahlen) der Waren verwenden. Das war eine sehr bequeme Art sein Gold zu transportieren. Man brauchte gar kein Gold mehr. Man tauschte einfach Arbeit gegen bunte Zettel und die Zettel gegen Waren. Einen Teil dieser Zettel brachte dann der Bäcker zum Müller und tauschte sie gegen neues Mehl. Der Müller gab einige dieser Zettel am Monatsende dem braven Bürger und so brauchte keiner mehr Gold mit sich herumzutragen. Hatte man zu viel von den Zetteln, trug man sie zur Bank und bekam einen Eintrag in sein Sparbuch aus Papier.

Was für eine tolle Erfindung. Alle waren glücklich. Der Banker, da er nun das Gold nicht mehr hergeben musste und alle Anderen, weil sie es nicht besser wussten.

Mit der Zeit brachten immer mehr brave Bürger ihre goldenen Taler zur Bank. Sie wollten es ja für ihren Lebensabend sparen und in Sicherheit vor Räubern wissen. Es war auch viel einfacher und leichter, mit bunten Zetteln zu bezahlen als Gold zu schleppen. Der Banker versprach ihnen Zinsen und so kam es, dass alle Bürger ihr Gold in bunte Papierzettel umtauschten. Jetzt hatte der Banker das Gold und alle Anderen hatten Papiersparbücher.

Und wenn doch mal einer sein Gold sehen wollte, lag es ja im Tresor der Bank.

Alles schien in bester Ordnung zu sein. Das Gold war in Sicherheit und das Vertrauen in den Banker
war grenzenlos.

Die Zeit verging und es kam der Tag, an dem der Müller wieder einen neuen Mühlstein brauchte. Wieder ging er zum Banker, um sich Gold zu borgen. Diesmal gab der Banker dem Müller kein Gold, sondern eine Universalquittung und nannte es Kredit. Mit dieser Universalquittung ging der Müller zum Steinmetz und bekam seinen neuen Mühlstein. Das Gold behielt der Banker als Sicherheit in seinem Tresor. Sollte der Müller seinen Kredit nicht zurückzahlen, behielt er als Entschädigung das Gold. Nach einem Jahr zahlte der Müller den Kredit mit Universalquittungen zurück. Die Zinsen und Gebühren musste er aber in Gold bezahlen. Und so wanderten wieder ein paar goldene Taler vom Banktresor in den Privattresor des Bankers. Es verging die Zeit und alle glaubten ihr Gold beim Banker in Sicherheit.

Eines Tages bemerkte der findige Banker, dass kaum noch jemand sein Gold sehen wollte. Allen reichte der Blick ins (Spar-) Buch. Man hatte ja grenzenloses Vertrauen zum Banker und bekam jederzeit Universalquittungen ausgestellt.
Was sprach also dagegen, mehr Quittungen auszustellen als echtes Gold im Tresor lag? Nichts! Gesagt getan.

So trug es sich zu, dass der Banker doppelt soviel Universalquittungen ausstellte, wie Gold im Tresor lag. Er verlieh das Gold (ohne es herauszugeben) an den Müller und an den Schuster und machte den doppelten Gewinn. Da er dies dem braven Bürger nicht sagte, konnte er den zusätzlichen Gewinn für sich behalten.

Wir alle kennen den Spruch „einmal ist keinmal“. Das dachte sich auch der Banker und verlieh das Gold von unserem braven Bürger auch an den Schneider, den Steinmetz und an jeden, der es haben wollte. Er stellte jetzt zweimal, dann dreimal, dann viermal und zu guterletzt zehnmal soviele Universalquittungen gleichzeitig aus.
Die perfekte Geldmaschine! Für je 100 Taler vom braven Bürger zahlte er 2 Papiertaler (Eintrag im Sparbuch) und bekam 10 x 10 goldene Taler (Zinsen für Kredite) zurück. Und das Beste daran, die Taler aus echtem Gold waren immer noch in seinem Tresor.

Davon bekam natürlich der Politiker Wind und wollte an dieser Geldmaschine beteiligt werden. Politiker leiden ja unter ständiger Geldnot.

So sprach der Banker zum Politiker: „Dann machen wir das so. Du erklärst per Gesetz meine buntbedruckten Universalquittungen zum alleinigen gesetzlichen Zahlungsmittel. Keiner darf mehr mit Gold bezahlen. Das Nachmachen unserer Universalquittungen stellen wir unter Strafe.“

Man einigte sich darauf, Papierschnipsel bunt zu bemalen und das ganze als „Geld“ zu bezeichnen. Da man jetzt nur noch mit Papiergeld bezahlen durfte, tauschte auch der letzte standhafte Bürger sein restliches Gold in Geld ein. Man stellte sogar den Besitz von Gold unter Strafe. Mit den Jahren gewöhnten sich alle an das Papiergeld, und Gold geriet immer mehr in Vergessenheit.

Eines Tages fragte der Politiker den Banker: „Was aber machen wir, wenn mal jemand seinen Kredit nicht zurück zahlt?“ Das war natürlich ein Problem, welches unbedingt gelöst werden musste. Und wieder hatte der Banker einen genialen Einfall und sprach:

„Der Staat hat doch Monat für Monat Steuereinnahmen. Wir nehmen einen Teil dieser Steuern als Sicherheit. Wenn ein Schuldner ausfällt, dann bezahlen wir das einfach mit Steuergeldern.“
„Wenn das nun einer merkt?“, fragte der Politiker.

Darauf der Banker: „Dann sorge dafür, dass es keiner erfährt! Halt du sie nur dumm, ich mach sie arm!“

Und wieder verging die Zeit und der brave Bürger dachte, es sei alles in Ordnung. Sein Gold lag ja sicher im Tresor des Bankers.

Nur eins kam ihm seltsam vor. Jahr für Jahr musste er mehr von den bunten Papierschnipseln beim Händler für die täglichen Waren zum Tauschen mitbringen. Wie kam es dazu? Auch der Bäcker, Schuster, Schneider, Steinmetz hatten mit der Zeit beim Banker einen Kredit aufgenommen. Sie mussten ja auch modernisieren und reparieren. Da sie an den Banker Zinsen zahlen mussten, brauchten sie mehr Geld und machten ihre Waren teurer.

Irgendwann wurde der brave Bürger unruhig. Alles wurde teurer, nur sein Lohn blieb gleich. Das bemerkte auch der Politiker und lief so schnell er konnte zum Banker. „Das Volk wird unruhig! Was soll ich nur tun? Der ganze Schwindel fliegt auf!“ Nur keine Panik sprach der Banker. „Ich leih dir einfach Geld und du verschenkst es an das Volk. Es sind ja nur buntbedruckte Papierschnipsel. Das Gold lassen wir im Tresor. Verteile aber nur soviel, dass das Volk sich wieder beruhigt. Am besten sorgst du zusätzlich für Unterhaltung und genug zu Essen für alle (Brot und Spiele).“

„Und wo nehmen wir das Geld dafür her?“, fragte der Politiker. Darauf der Banker: „Wir bemalen (drucken) einfach neue Papierschnipsel. Es fragt doch eh keiner, wo es herkommt. Hauptsache das Volk hält weiter still.“
„Und wer zahlt die Gebühren (Zinsen) und das geliehene Geld (Staatsverschuldung) zurück?“, fragte der Politiker. „Mach dir mal keine Sorgen. Das liegt noch weit in der Zukunft. Für die Zinsen nehmen wir erstmal die Steuergelder und um die Rückzahlung kümmern wir uns später.“

Und wieder verging die Zeit und der brave (jetzt für dumm verkaufte) Bürger dachte, es sei alles in bester Ordnung. Schließlich sorgt ja der Staat für mich, wenn ich mal in Schwierigkeiten komme. Ich habe genug zu essen und das kulturelle Angebot war noch nie so vielfältig wie heute. Und mein Gold fürs Alter liegt ja sicher im Tresor bei der Bank.

Die Geldmaschine des Bankers, mehr Geld zu verleihen, als er Gold im Tresor hatte, funktionierte ganz gut. Aber irgendwie musste man doch noch mehr Gewinne machen können. Leider gab es nicht genügend Handwerker, bei denen man sicher sein konnte, dass diese ihre Kredite auch pünktlich zurückzahlten. Und so kam es, das immer mehr Kredite vergeben wurden, ohne zu fragen, ob der Handwerker es auch zurückzahlen kann. Hauptsache die Gebühren (Zinsen) werden jedem Monat pünktlich bezahlt. Da der Banker ja nicht das Gold aus dem Tresor holen musste, um Kredite zu vergeben, sondern nur Universalquittungen (Geldscheine) herausgab, würde es ja keiner bemerken. Und wenn es doch schief gehen sollte, springt der Politiker mit Steuergeldern (Geld vom braven Bürger) ein und rettet uns, da ja sonst der Schwindel auffliegt und das ganze Finanzsystem zusammenbricht.

Es verging die Zeit und der brave Bürger glaubte dem Banker und dem Politiker, dass immer noch alles in bester Ordnung sei. Das Brot wurde zwar teurer, dafür die Spiele billiger (vom Niveau).

Doch der Banker gab keine Ruhe. Auch der Politiker sah, wie einträglich das Geschäft mit den Zinsen war. Irgendwie brauchte man noch mehr Geld, welches man verleihen und dafür Zinsen kassieren könnte. So wurde beschlossen, das sich die Banken auch untereinander Geld leihen dürfen.

Man machte nun folgendes. Wenn ein braver Bürger 100 Taler zu seiner Bank brachte, konnte diese Bank 10 mal soviel verleihen. Aus 100 echten Talern wurden über Nacht 1000 Papiertaler.

Jetzt brachte diese Bank 100 Papiertaler zu einer anderen Bank. Per Gesetz wurden diese 100 Papiertaler wie 100 echte Taler behandelt. Diese zweite Bank dürfte nun wieder über Nacht und aus dem Nichts 1000 neue Papiertaler drucken. Aus 100 echten Talern wurden so 2000 Papiertaler, welche man als Kredit verleihen konnte. Aber es geht noch weiter. Bank zwei lieh nun der ersten Bank ebenfalls 100 Papiertaler. Nun konnte Bank eins ebenfalls wieder aus den 100 Papiertalern 1000 neue Papiertaler machen. Sie hatten einen Weg gefunden, unendlich viel Papiergeld herzustellen.

Jetzt brauchte man nur noch Kunden, welche sich dieses virtuelle Geld ausleihen und die Zinsen darauf mit ihrer Arbeitskraft bezahlen würden.

Aber es gab noch ein anders Problem. Es konnten nicht soviele Papiertaler hergestellt werden, wie man benötigte. Auch war das ja mit Kosten (Gewinnschmälerung) verbunden. Und so führte man das bargeldlose Verfahren ein. Der Müller gab seinem Gesellen keine Geldscheine mehr in die Hand. Er sagte nur noch dem Banker, er soll 100 Taler von seinem (Spar-) Buch auf das von seinem Gesellen übertragen. Der Banker nahm seinen Stift und schon war das Geld von einem zum anderen gewandert. Es war alles so einfach geworden. Keiner brauchte mehr Gold und aus dem Geldschein wurde Scheingeld.

Der brave Bürger bekam eine Plastikkarte, mit der er beim Händler bezahlen konnte. Diese Karte wurde dann vergoldet (Goldkarte) und konnte überall auf der Welt zum Bezahlen eingesetzt werden. Nun redete man dem braven Bürger ein, dass er noch viele andere Dinge zum Leben braucht. Über die Bezahlung brauche er sich keine Sorgen zu machen. Nimm einfach deine Goldkarte und wir kümmern uns um den Rest.

Banker und Politiker hatten ein weiteres Ziel erreicht. Sie hatten den bargeldlosen Zahlungsverkehr erfolgreich eingeführt und jede Menge neue Kredit-(Karten) Kunden dazu gewonnen.

Der Banker verdiente Milliarden, und der Politiker hatte viele brave abhängige Bürger. Paradiesische Zustände.

Aber wieder gab es ein Problem. Da es nun immer mehr virtuelles Geld gab, wurde es von Jahr zu Jahr wertloser. Denn was es im Überfluss gibt, wird nun mal billiger. Der brave und abhängige Bürger brauchte immer mehr Geld für Brot und Spiele. Woher nehmen wenn nicht stehlen.

Wieder lief der Politiker zum Banker und rief: „Das Volk wird unruhig! Was soll ich nur tun? Der ganze Schwindel fliegt auf!“ Nur keine Panik sprach der Banker: „Ich leih dir einfach mehr Geld und du verschenkst es an das Volk.“

Der Banker gab dem Politiker jedes Jahr mehr Geld in Form von Krediten (Staatsanleihen). Die Staatsverschuldung stieg und stieg und stieg. Sie nahm Dimensionen an, dass der Staat (nicht der Politiker) nicht mal mehr die jährlichen Zinsen von den Steuereinnahmen bezahlen konnte.

Der Banker aber wusste genau, wie dieses Spiel gespielt wurde. Schließlich hatte er es ja erfunden. Er wusste auch, wie es früher oder später enden würde. So ziemlich jeder brave Bürger und Handwerker hatte nun Schulden bei der Bank. Wollte nun jemand sein Gold zurück haben, musste er natürlich erst seine Schulden bezahlen. Konnte er es nicht, wanderte sein Gold vom Banktresor in den Privattresor des Bankers.

Eines (angeblich) unverhofften Tages rief der Banker den Politiker zu sich und sagte ihm: „Die meisten Schuldner können nicht mehr zahlen. Du musst mich jetzt wie vereinbart mit Steuergelder retten.“

Was sollte nun der arme Politiker tun? Die Wahrheit dem braven Bürger erzählen? Das der Banker sein Gold verzockt (nicht mehr im Banktresor) hatte. Dass er (der Politiker) davon gewusst, ja davon profitiert hatte?
Nein das konnte er nicht tun. Er hatte ja nur noch ein paar Tage bis zur nächsten Wahl vor sich. Und überhaupt hat er doch immer für sein Volk gesorgt. Egal, nach ihm die Sintflut. Sollen das andere ausbaden.
Er ging zum Banker, unterschrieb eine Bürgschaft, dass der Staat für die (faulen) Kredite mit Steuergeldern einsteht. Er nahm bei der Bank einen neuen Kredit, auf um die fälligen Zinsen zu bezahlen, und die Welt der Banker war gerettet. Das Spiel konnte weiter gehen.

Nun gab es ja noch brave Bürger, welche keine Kredite hatten. Was war mit deren Gold im Tresor der Bank? Ja das war leider auch schon weg. Wieso?

Der Politiker hatte ja im Namen des Staates (das sind all die braven Bürger) bei der Bank einen Kredit aufgenommen.
Somit waren alle Bürger an den Staatsschulden mit ihrem Gold beteiligt. Diese Schulden waren aber über die Jahre still und heimlich größer geworden, als alle braven Bürger zusammen Gold im Tresor des Bankers hatten. Als Sicherheit für die Kredite an den Staat, ließ sich der Banker das Gold vom Staat (alle braven Bürger) geben.
Und immer wenn einer seine Schulden nicht zahlen konnte, bekam der Banker das Gold dafür und legte es in seinen eignen Tresor.

So wanderten über die Jahre die goldenen Taler, welche für die Vorsorge im Alter gedacht waren, in den privaten Tresor vom Banker.

Doch es war noch schlimmer. Der brave Bürger, der immer gearbeitet, immer gespart hatte, musste nun auch noch mit seinen Steuergeldern die restlichen Schulden des Staates (nicht der Politiker) bezahlen. Auch seine Kinder und Enkel würden noch zahlen müssen.

Wir wissen nicht, wie lange das Spiel noch so weiter ging. Aber es wurde immer unbeherrschbarer. Politiker bürgten immer weiter mit den Ersparnissen ihrer braven Bürger. Doch irgendwann fliegt der Schwindel auf und was kommt dann?

Was passiert, wenn die Banken den Politikern keine neuen Kredite mehr geben? Wenn der Staat kein Geld mehr für Brot und Spiele hat? Keine Renten mehr bezahlen kann? Kein Löhne, keine Subventionen?

Ob es sich so zugetragen hat, wissen wir nicht genau. Etwaige Parallelen zur heutigen Zeit wären rein zufällig. Oder?

Aber in jedem Märchen ist auch immer ein bisschen Wahrheit.


Die Moral von der Geschicht, traue deinem Banker nicht.
(und deinem Politiker)




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