Das Märchen
von der sicheren Geldanlage
oder
Warum vertrauen Sie einer Bank Ihr Geld an ?
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Es war einmal vor langer langer Zeit in einem nahen Land. Ein braver Bürger ging Tag aus Tag ein fleißig arbeiten. Er war Geselle in einer Mühle. Am Monatsende bekam er für seine getane Arbeit vom Müller Taler aus purem Gold. Einen Teil tauschte er gegen Brot bei einem Bäcker. Er kaufte Schuhe bei einem Schuster und Kleider bei einem Schneider. Einen zweiten Teil spendete er dem Staat, welcher im täglich sagte, wie er zu leben hatte. Einen dritten Teil legte er in sein Sparschwein um im Alter nicht mit leeren Händen da zustehen. So lebte er glücklich und zufrieden.
Eines Tages kam ein gut gekleideter Herr in sein Haus und sagte zu ihm.
„Du musst jeden Tag für dein Gold schwer arbeiten und was macht dein Gold für dich? Es liegt nur faul herum und tut nichts. Lass dein Gold arbeiten und es wird sich vermehren. Auch ist es in deinem Sparschwein vor Räubern nicht sicher. Ich habe eine Bank mit einem Tresor. Da kannst du dein Gold in Sicherheit bringen und ich sorge dafür, dass es angemessen arbeitet und dir jedes Jahr einen zusätzlichen Ertrag bringt. Als Nachweis, dass du mir dein Gold überlassen hast, gebe ich dir ein (Spar-) Buch. Da schreiben wir alle Einzahlung von dir hinein. Wenn ein Jahr vergangen ist, schreibe ich die erwirtschafteten Erträge dazu. So kannst du jederzeit in deinem (Spar) Buch nachschauen, wieviel Gold ich von dir habe. Und wenn du dein Gold für längere Zeit nicht brauchst, dann garantiere ich die sogar einen Gewinn von 2% pro Jahr.“
Nach anfänglicher Skepsis willigte der brave Bürger ein. Es verging die Zeit und alles schien in Ordnung zu sein.
Nun hatte der Banker dem braven Bürger versprochen sein Gold zu vermehren. So kam es, dass der Banker das Gold des braven Bürgers an den Müller auslieh und dafür eine Gebühr (Zins) verlangte. Der Müller musste von Zeit zu Zeit seinen Mühlstein erneuern. Er besaß aber nicht genug Gold für einen neuen, schöneren und besseren Mühlstein. Der Banker hatte genügend Gold in seinem Tresor und lieh es dem Müller mit einer Gebühr von 10% pro Jahr.
Nach einem Jahr gab der Müller das geliehene Gold zurück und bezahlte die Gebühr von 10% gleichfalls in Gold. Der Banker gab dem braven Bürger seinen Anteil in dem er einen Eintrag im (Spar) Buch machte und legte das Gold in den Banktresor. Das restliche Gold (Gewinn für den Banker) legte er in seinen privaten Tresor. Der brave Bürger war zufrieden und das Vertrauen in den Banker stieg.
Eines Tages sagte der Müller, „ich habe mein Gold auch auf der Bank und es ist doch nicht sehr klug, dass ich es den weiten Weg von der Bank bis zu mir trage. Dann gebe ich es dir und du trägst es wieder zur Bank zurück. Das können wir einfacher und sicherer machen.
Ab heute stell ich dir eine Quittung aus. Diese kannst nur du bei der Bank gegen Gold eintauschen und so brauchen wir das Gold nicht hin und her tragen. Außerdem ist es viel besser vor Räubern geschützt.“ Da ihm der Müller keine Wahl lies, willigte der brave Bürger ein. Er trug nun nicht mehr Gold zur Bank sondern ein Stück Papier. Auf diesem Zettel stand, wieviele goldene Taler er verdient hatte.
Der Banker nahm die Quittung gerne an. Er zog die Anzahl Taler vom (Spar) Buch des Müllers ab und schrieb es dem (Spar) Buch vom braven Bürger gut. Er ging nicht mal mehr zum Tresor um das Gold zu holen. Es blieb da wo es war, beim Banker! Natürlich verlangte er dafür eine Gebühr. Es wanderte ganz unauffällig wieder etwas Gold in den Privattresor des Bankers.
Wieder verging die Zeit und alles schien in Ordnung zu sein. Der brave Bürger glaubte sein Gold im Tresor der Bank in Sicherheit.
Das einzig unangenehme war, dass er vor einem Einkauf beim Bäcker, Schuster oder Schneider immer erst zur Bank musste um Gold zu holen. Da kam der Banker auf die Idee, universelle Quittungen auszustellen. Diese konnte man ab sofort bei jedem Händler zum tauschen (bezahlen) der Waren verwenden. Das war eine sehr bequeme Art sein Gold zu transportieren. Man brauchte gar kein Gold mehr. Man tauschte einfach Arbeit gegen bunte Zettel und die Zettel gegen Waren. Einen Teil dieser Zettel brachte dann der Bäcker zum Müller und tauschte sie gegen neues Mehl. Der Müller gab einige dieser Zettel am Monatsende dem braven Bürger und so brauchte keiner mehr Gold mit sich herumzutragen. Hatte man zu viel von den Zetteln, trug man sie zur Bank und bekam einen Eintrag in sein Sparbuch aus Papier.
Was für eine tolle Erfindung. Alle waren glücklich. Der Banker, da er nun das Gold nicht mehr hergeben musste und alle Anderen, weil sie es nicht besser wussten.
Mit der Zeit brachten immer mehr brave Bürger ihre goldenen Taler zur Bank. Sie wollten es ja für ihren Lebensabend sparen und in Sicherheit vor Räubern wissen. Es war auch viel einfacher und leichter, mit bunten Zetteln zu bezahlen als Gold zu schleppen. Der Banker versprach ihnen Zinsen und so kam es, dass alle Bürger ihr Gold in bunte Papierzettel umtauschten. Jetzt hatte der Banker das Gold und alle Anderen Papiersparbücher.
Und wenn doch mal einer sein Gold sehen wollte, lag es ja im Tresor der Bank.
Alles schien in bester Ordnung zu sein. Das Gold war in Sicherheit und das Vertrauen in den Banker
war grenzenlos.
Die Zeit verging und es kam der Tag, an dem der Müller wieder einen neuen Mühlstein brauchte. Wieder ging er zum Banker um sich Gold zu borgen. Diesmal gab der Banker dem Müller kein Gold sondern eine Universalquittung und nannte es Kredit. Mit dieser Universalquittung ging der Müller zum Steinmetz und bekam seinen neuen Mühlstein. Das Gold behielt der Banker als Sicherheit in seinem Tresor. Sollte der Müller seinen Kredit nicht zurückzahlen, behielt er als Entschädigung das Gold. Nach einem Jahr zahlte der Müller den Kredit mit Universalquittungen zurück. Die Zinsen und Gebühren musste er aber in Gold bezahlen. Und so wanderten wieder ein paar goldene Taler vom Banktresor in den Privattresor des Bankers. Es verging die Zeit und alle glaubten Ihr Gold beim Banker in Sicherheit.
Eines Tages bemerkte der findige Banker, dass kaum noch jemand sein Gold sehen wollte. Allen reichte der Blick ins (Spar) Buch. Man hatte ja grenzenloses Vertrauen zum Banker und bekam jederzeit Universalquittungen ausgestellt.
Was sprach also dagegen, mehr Quittungen auszustellen als echtes Gold im Tresor lag? Nichts!
Gesagt getan.
So trug es sich zu, das der Banker doppelt soviel Universalquittungen ausstellte, wie Gold im Tresor lag. Er verlieh das Gold (ohne es herauszugeben) an den Müller und an Schuster und machte den doppelten Gewinn. Da er dies dem braven Bürger nicht sagte, konnte er den zusätzlichen Gewinn für sich behalten.
Wir alle kennen den Spruch „ Einmal ist Keinmal“. Das dachte sich auch der Banker und verlieh das Gold von unserem braven Bürger auch an den Schneider, den Steinmetz und an jeden der es haben wollte. Er stellte jetzt zweimal, dann dreimal, dann viermal und zu guterletzt zehnmal soviele Universalquittungen gleichzeitig aus.
Die perfekte Geldmaschine! Für je 100 Taler vom braven Bürger zahlte er 2 Papiertaler (Eintrag im Sparbuch) und bekam 10 x 10 goldene Taler (Zinsen für Kredite) zurück. Und das Beste daran, die Taler aus echtem Gold waren immer noch in seinem Tresor.
Davon bekam natürlich der Politiker Wind und wollte an dieser Geldmaschine beteiligt werden. Politiker leiden ja unter ständiger Geldnot.
So sprach der Banker zum Politiker: „Dann machen wir das so. Du erklärst per Gesetz meine buntbedruckten Universalquittungen zum alleinigen gesetzlichen Zahlungsmittel. Keiner darf mehr mit Gold bezahlen. Das nachmachen unserer Universalquittungen stellen wir unter Strafe.“
Man einigte sich darauf, Papierschnipsel bunt zu bemalen und das ganze als „Geld“ zu bezeichnen.
Da man jetzt nur noch mit Papiergeld bezahlen durfte, tauschte auch der letzte standhafte Bürger sein restliches Gold in Geld ein. Man stellte sogar den Besitz von Gold unter Strafe. Mit den Jahren gewöhnte sich alle an das Papiergeld und Gold geriet immer mehr in Vergessenheit.
Eines Tages fragte der Politiker den Banker: „Was aber machen wir, wenn mal jemand seinen Kredit nicht zurück zahlt?“ Das war natürlich ein Problem, welches unbedingt gelöst werden musste. Und wieder hatte der Banker einen genialen Einfall und sprach.
„Der Staat hat doch Monat für Monat Steuereinnahmen. Wir nehmen einen Teil dieser Steuern als Sicherheit. Wenn ein Schuldner ausfällt, dann bezahlen wir das einfach mit Steuergelder.“
„Wenn das nun einer merkt?“ Fragte der Politiker.
Darauf der Banker: „Dann sorge dafür, dass es keiner erfährt! Halt du sie nur dumm, ich mach sie arm!“
Und wieder verging die Zeit und der brave Bürger dachte, es sei alles in Ordnung. Sein Gold lag ja sicher im Tresor des Bankers.
Nur eins kam ihm seltsam vor. Jahr für Jahr musste er mehr von den bunten Papierschnipseln beim Händler für die täglichen Waren zum tauschen mitbringen.
Wie kam es dazu? Auch der Bäcker, Schuster, Schneider, Steinmetz hatten mit der Zeit beim Banker einen Kredit aufgenommen. Sie musste ja auch modernisieren und reparieren. Da sie an den Banker Zinsen zahlen mussten, brauchten sie mehr Geld und machten Ihre Waren teurer.
Irgend wann wurde der brave Bürger unruhig. Alles wurde teurer nur sein Lohn blieb gleich. Das bemerkte auch der Politiker und lief so schnell er konnte zum Banker. „Das Volk wird unruhig! Was soll ich nur tun? Der ganze Schwindel fliegt auf!“ Nur keine Panik sprach der Banker. „Ich leih dir einfach Geld und du verschenkst es an das Volk. Es sind ja nur buntbedruckte Papierschnipsel. Das Gold lassen wir im Tresor. Verteile aber nur soviel, dass es sich wieder beruhigt. Am besten sorgst du zusätzlich für Unterhaltung und genug zu Essen für alle (Brot und Spiele).“
„Und wo nehmen wir das Geld dafür her?“ Darauf der Banker. „Wir bemalen (drucken) einfach neue Papierschnipsel. Es fragt doch eh keine, wo es herkommt. Hauptsache das Volk hält weiter still.“
„Und wer zahlt die Gebühren (Zinsen) und das geliehene Geld (Staatsverschuldung) zurück? Fragte der Politiker. „Mach dir mal keine Sorgen. Das liegt noch weit in der Zukunft. Für die Zinsen nehmen wir erstmal die Steuergelder und um die Rückzahlung kümmern wir uns später.“
Und wieder verging die Zeit und der brave (jetzt für dumm verkaufte) Bürger dachte, es sei alles in bester Ordnung. Schließlich sorgt ja der Staat für mich, wenn ich mal in Schwierigkeiten komme.
Ich habe genug zu essen und das kulturelle Angebot war noch nie so vielfältig wie heute. Und mein Gold fürs Alter liegt ja sicher im Tresor bei der Bank.
Die Geldmaschine des Bankers, mehr Geld zu verleihen als er Gold im Tresor hatte, funktionierte ganz gut. Aber irgendwie musste man doch noch mehr Gewinne machen können. Leider gab es nicht genügend Handwerker, bei denen man sicher sein konnte, dass diese ihre Kredite auch pünktlich zurückzahlten. Und so kam es, das immer mehr Kredite vergeben wurden, ohne zu fragen, ob der Handwerker es auch zurückzahlen kann. Hauptsache die Gebühren (Zinsen) werden jedem Monat pünktlich bezahlt. Da der Banker ja nicht das Gold aus dem Tresor holen musste um Kredite zu vergeben sondern nur Universalquittungen (Geldscheine) herausgab, würde es ja keiner bemerken. Und wenn es doch schief gehen sollte, springt der Politiker mit Steuergelder (Geld vom braven Bürger) ein und rettet uns, da ja sonst der Schwindel auffliegt und das ganze Finanzsystem zusammen bricht.
Es verging die Zeit und der brave Bürger glaubte dem Banker und dem Politiker, dass immer noch alles in bester Ordnung sei. Das Brot wurde zwar teurer dafür die Spiele billiger (vom Niveau).
Doch der Banker gab keine Ruhe. Auch der Politiker sah wie einträglich das Geschäft mit den Zinsen war. Irgend wie brauchte man noch mehr Geld, welches man verleihen und dafür Zinsen kassieren könnte. So wurde beschlossen, das sich die Banken auch untereinander Geld leihen dürfen.
Man machte nun folgendes. Wenn ein braver Bürger 100 Taler zu seiner Bank brachte, konnte diese Bank 10 mal soviel verleihen. Aus 100 echten Talern wurden über Nacht 1000 Papiertaler.
Jetzt brachte diese Bank 100 Papiertaler zu einer anderen Bank. Per Gesetz wurden diese 100 Papiertaler wie 100 echte Taler behandelt. Diese zweite Bank dürfte nun wieder über Nacht und aus dem Nichts 1000 neue Papiertaler drucken. Aus 100 echten Talern wurden so 2000 Papiertaler, welche man als Kredit verleihen konnte. Aber es geht noch weiter. Bank zwei lieh nun der ersten Bank ebenfalls 100 Papiertaler. Nun konnte Bank eins ebenfalls wieder aus den 100 Papiertalern 1000 neue Papiertaler machen. Sie hatten einen Weg gefunden unendlich viel Papiergeld herzustellen.
Jetzt brauchte man nur noch Kunden, welche sich dieses virtuelle Geld ausleihen und die Zinsen darauf mit ihrer Arbeitskraft bezahlen würden.
Aber es gab noch ein anders Problem. Es konnten nicht soviele Papiertaler hergestellt werden, wie man benötigte. Auch war das ja mit Kosten (Gewinnschmälerung) verbunden. Und so führte man das bargeldlose Verfahren ein. Der Müller gab seinem Gesellen keine Geldscheine mehr in die Hand. Er sagte nur noch dem Banker, er soll 100 Taler von seinem (Spar) Buch auf das von seinem Gesellen übertragen. Der Banker nahm seinen Stift und schon war das Geld von einem zum anderen gewandert. Es war alles so einfach geworden. Keiner brauchte mehr Gold und aus dem Geldschein wurde Scheingeld.
Der brave Bürger bekam eine Plastikkarte mit der er beim Händler bezahlen konnte. Diese Karte wurde dann vergoldet (Goldkarte) und konnte überall auf der Welt zum bezahlen eingesetzt werden. Nun redete man dem braven Bürger ein, dass er noch viele andere Dinge zum leben braucht. Über die Bezahlung brauche er sich keine Sorgen zu machen. Nimm einfach deine Goldkarte und wir kümmern uns um den Rest.
Banker und Politiker hatten ein weiteres Ziel erreicht. Sie hatten den bargeldlosen Zahlungsverkehr erfolgreich eingeführt und jede menge neue Kredit-(Karten) Kunden dazu gewonnen.
Der Banker verdiente Milliarden und der Politiker hatte viele brave abhängige Bürger. Paradiesische Zustände.
Aber wieder gab es ein Problem. Da es nun immer mehr virtuelles Geld gab, wurde es von Jahr zu Jahr wertloser. Denn was es im Überfluss gibt wird nun mal billiger. Der brave und abhängige Bürger brauchte immer mehr Geld für Brot und Spiele. Woher nehmen wenn nicht stehlen.
Wieder lief der Politiker zum Banker und rief. „Das Volk wird unruhig! Was soll ich nur tun? Der ganze Schwindel fliegt auf!“ Nur keine Panik sprach der Banker. „Ich leih dir einfach mehr Geld und du verschenkst es an das Volk.“
Der Banker gab dem Politiker jedes Jahr mehr Geld in Form von Krediten (Staatsanleihen). Die Staatsverschuldung stieg und stieg und stieg. Sie nahm Dimensionen an, dass der Staat (nicht der Politiker) nicht mal mehr die jährlichen Zinsen von den Steuereinnahmen bezahlen konnte.
Der Banker aber wusste genau, wie dieses Spiel gespielt wurde. Schließlich hatte er es ja erfunden. Er wusste auch, wie es früher oder später enden würde. So ziemlich jeder braver Bürger und Handwerker hatte nun Schulden bei der Bank. Wollte nun jemand sein Gold zurück haben, musste er natürlich erst seine Schulden bezahlen. Konnte er es nicht, wanderte sein Gold vom Banktresor in den Privattresor des Bankers.
Eines (angeblich) unverhofften Tages rief der Banker den Politiker zu sich und sagte Ihm. „Die meisten Schuldner können nicht mehr Zahlen. Du musst mich jetzt wie vereinbart mit Steuergelder retten.“
Was sollte nun der arme Politiker tun? Die Wahrheit dem braven Bürger erzählen? Das der Banker sein Gold verzockt (nicht mehr im Banktresor) hatte. Das er (der Politiker) davon gewusst, ja davon profitiert hatte?
Nein das konnte er nicht tun. Er hatte ja nur noch ein paar Tage bis zur nächsten Wahl vor sich. Und überhaupt hat er doch immer für sein Volk gesorgt. Egal, nach ihm die Sintflut. Sollen das andere ausbaden.
Er ging zum Banker, unterschrieb eine Bürgschaft, dass der Staat für die (faulen) Kredite mit Steuergeldern einsteht. Er nahm bei der Bank einen neuen Kredit auf um die fälligen Zinsen zu bezahlen und die Welt der Banker war gerettet. Das Spiel konnte weiter gehen.
Nun gab es ja noch brave Bürger, welche keine Kredite hatten. Was war mit deren Gold im Tresor der Bank? Ja das war leider auch schon weg. Wieso?
Der Politiker hatte ja im Namen des Staates (das sind all die braven Bürger) bei der Bank eine Kredit aufgenommen.
Somit waren alle Bürger an den Staatsschulden mit ihrem Gold beteiligt. Diese Schulden waren aber über die Jahre still und heimlich größer geworden, als alle braven Bürger zusammen Gold im Tresor des Bankers hatten. Als Sicherheit für die Kredite an den Staat, ließ sich der Banker das Gold vom Staat (alle braven Bürger) geben.
Und immer wenn einer seine Schulden nicht zahlen konnte, bekam der Banker das Gold dafür und legte es in seinen eignen Tresor.
So wanderten über die Jahre die goldenen Taler, welche für die Vorsorge im Alter gedacht waren, in den privaten Tresor vom Banker.
Doch es war noch schlimmer. Der brave Bürge, der immer gearbeitet, immer gespart hatte, musste nun auch noch mit seinen Steuergelder die restlichen Schulden des Staates (nicht der Politiker) bezahlen. Auch seine Kinder und Enkel würden noch zahlen müssen.
Wir wissen nicht, wie lange das Spiel noch so weiter ging. Aber es wurde immer unbeherrschbarer. Politiker bürgten immer weiter mit den Ersparnissen ihrer braven Bürger. Doch irgendwann fliegt der Schwindel auf und was kommt dann?
Was passiert, wenn die Banken den Politikern keine neuen Kredite mehr geben? Wenn der Staat kein Geld mehr für Brot und Spiele hat? Keine Renten mehr bezahlen kann? Kein Löhne, keine Subventionen?
Ob es sich so zugetragen hat wissen wir nicht genau. Etwaige parallelen zur heutigen Zeit währen rein zufällig. Oder?
Aber in jedem Märchen ist auch immer ein bisschen Wahrheit.
Die Moral von der Geschicht, traue deinem Banker nicht. (und deinem Politiker)
Sieht so die Wahrheit aus?
oder
Warum jede Geldanlage spekulativ ist.
Keine Geldanlage ist wirklich sicher. Auch das Sparbuch ist hoch spekulativ!
Haben Sie „Das Märchen von der sicheren Geldanlage gelesen“?
Ist das Alles nur ein Märchen? Ist das Alles nur erfunden?
Leider nicht, denn der (Geld)-Schein trügt. Aber beginnen wir der Reihe nach.
Henry Ford (Sie wissen schon, der der das Auto „Ford“ erfunden und gebaut hat) sagte einmal:
"Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen.
Würden Sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution vor morgen früh!"
Was für eine Aussage! Am besten lesen Sie diesen Satz mehrmals und denken über seinen Inhalt ein paar Minuten nach!
Haben Sie den Satz noch mal gelesen?
Was meinte Henry F damit. Wir, die braven Bürger würden auf die Barrikaden gehen, wenn wir wüsste, was die Banker mit unserem Geld so alles anstellen. Kaum zu glauben oder?
Haben sie sich schon mal gefragt, was mit ihrem Geld auf der Bank passiert. Die allgemeine Aussage ist, die Bank arbeitet damit. Ja und damit geben wir uns zu frieden. Wir schauen auf unser Sparbuch und unseren Kontoauszug und überprüfen nur, ob die Zahlen stimmen. (Nicht mal das machen alle Bürger). Es wird schon seine Ordnung haben.
Fragen wir mal weiter. Wie arbeitet die Bank mit unserem Geld? Ah sie verleiht es an andere Bankkunden und erhält dafür Zinsen. Sie verlangt mehr Zinsen auf den ausgegebenen Kredit als sie uns für unsere Sparanlage bezahlt.
Ist ja auch ok. Die Bank muss ja auch leben.
Leider ist das nur ein ganz kleiner Teil der Wahrheit. Laut Gesetz braucht eine Bank nur 10% Eigenkapital für Kreditgeschäfte. Was bedeutet das? Wenn Sie 1000 € auf ein Sparbuch einzahlen, dann darf die Bank es 10 mal verleihen. Die Bank darf Ihre 1000 € an zehn andere Bürger gleichzeitig verleihen. Aus 1000 € werden so 10.000 €.
Wie geht so etwas?
In unserem derzeitigen Finanzsystem wird nur noch mit Nullen und Einsen jongliert. Mit Bits und Bytes auf Festplatten in Bank-Computern. Wenn Ihr Nachbar heute einen Kredit bekommen, dann bekommen er in der Regel kein Geld in die Hand. Er bekommt eine elektronische Gutschrift auf sein Kreditkonto (z.B. 1000 €). Bezahlt er nun etwas damit, wird einfach der Betrag X auf dem Konto des Verkäufers gutgeschrieben.
Auf dem Konto ihres Nachbarn wird zum Beispiel nur die erste Null links neben dem Komma
gestrichen (aus 1000,00 werden 100,00) und beim Verkäufer eingefügt (aus 100,00 werden 1000,00).
Das war es schon. Mehr ist nicht passiert. Alles erfolgt elektronisch!
Die Bank gibt demnach Ihren 1000 € Schein nicht aus der Hand. Da die Bank nun laut Gesetz ihren 1000 € Schein
10 mal verleihen darf, macht sie den gleichen elektronischen Vorgang mit 9 weiteren Kunden.
Sie zahlt Ihnen auf dem Sparbuch z.B. 2% Zinsen = 20 € pro Jahr. Gleichzeitig verleiht Sie das Geld als Dispokredit (den kennen Sie doch oder) für zum Beispiel 10%.
Sie bekommt also 100,- € pro Jahr. Und jetzt macht die Bank das 10 mal gleichzeitig. Sie verleiht also künstlich geschaffene 10.000 €. Ergibt einen Gewinn von 10.000 € x 10% = 1000 €.
Wow, was für ein Geschäft. Nimm 1000 zahle 20. Und das mit Geld was dir nicht gehört!
Das ist eine vereinfachte Darstellung. Das ganze wird natürlich nicht so nachvollziehbar offengelegt. Sonst hätten wir ja morgen eine Revolution!
Die Banken verleihen sich nun auch untereinander Geld. Die D-Bank leiht also der C-Bank 1000 €.
Die D-Bank macht also das Gleiche, wie ein Kunde. Sie bringt 1000 € zur einer anderen Bank. Jetzt kann die C-Bank diese 1000 € wieder weiter verleihen. Aber nicht nur einmal sondern 10 mal und macht daraus wieder 10.000 €.
So werden aus Ihren 1000 € auf elektronischem Weg 20.000 €.
Warum dürfen die das? Weil es das Gesetz zu lässt. Wer macht solche Gesetze? Ich glaube diese Frage können Sie sich selbst beantworten.
Bei Bedarf kann nun ebenfalls die C-Bank der D-Bank auch wieder 1000 € leihen und die D-Bank verleiht es wieder
10 mal weiter. Dann gibt es da noch die V-Bank und die H-Bank und die S-Kasse.
Mit dieser Methode kann unendlich viel Geld erschaffen werden. Das ganze machen nun nicht nur zwei Banken untereinander sonder fast alle Banken weltweit. Und sicher nicht nur mit 1000 € Scheinen.
Erkennen sie die Dimensionen, welche dahinter stecken? Kein Wunder, das die Banken mit Milliarden um sich werfen. Zum Glück werfen die ja nur mit Nullen und Einsen aus einem Computer!
Das ganze läuft nur noch elektronisch ab. Da werden nur noch Nullen und Einsen von Bank-Computer zu Bank-Computer übertragen. Alles nur virtuelles Geld.
Sie werden sicher einwenden, dass es gar keine 1000 € Scheine gibt. Stimmt. Aber die anderen 20.000 € sind ja auch virtuell hergestellt worden. Und wir alle benutzen nur noch dieses virtuelle Geld.
Was hat das nun mit Ihrer angeblich sicheren Geldanlage zu tun?
Wenn eine Bank 10 mal soviel Geld verleiht, wie sie von Ihren Kunden bekommen hat, was glauben Sie passiert, wenn alle Kunden Ihr Geld ausgezahlt bekommen haben wollen? Ja ich weiß, man hat Ihnen eingeredet, das so etwas nie vorkommt. Würden Sie auf diese Behauptung all Ihre Ersparnisse verwetten?
Was müsste passieren, wodurch Sie Ihre (virtuellen) Ersparnisse verlieren?
Die Bank bekommt das verliehene Geld nicht zurück, die Kunden hören davon und wollen ihr Geld. Die Bank kann nicht auszahlen und geht Pleite. Der Einlagensicherungsfonds reicht nicht für alle aus und der Staat kann die Bank nicht retten, weil er selbst überschuldet ist und von einer anderen Bank keinen neuen Kredit bekommt.
Punkt 3 ist schon mal erfüllt. Unser Staat hat mehr Schulden gegenüber den Banken wie er von uns Steuergelder bekommt. Er hat sogar soviele Schulden, das er nicht einmal die Jährlichen Zinsen zahlen kann. Um die Zinsen zu bezahlen, nimmt der Staat jedes Jahr zusätzliche Kredite auf. Das nennt man Neuverschuldung. Die Schulden unseres Staates sind aktuell so hoch, dass auf jeden einzelnen Bürger über 25.000,- € entfallen!
Punkt 2 ist auch erfüllt. Der Einlagensicherungsfonds, wo immer er auch sich befinden mag, ist doch auch nur ein Versprechen, im Falle der Pleite einer Bank, bis zu einer bestimmte Summe einzuspringen. Wo ist denn dieser Fonds? Haben Sie den schon mal gesehen? Wieviel Geld ist in dem Fonds? Bei welcher Bank? Wer verwaltet Ihn? Ist da echtes Geld oder wieder nur Nullen und Einsen in einem Bank-Computer? Aber wir glauben ja unseren Politikern.
"Die Ersparnisse der Bürger sind sicher!"
Wie sieht es mit Punkt 1 aus. Haben unsere Banken genug Bargeld für alle? Die Antwort lautet NEIN. Die meißten Geldvermögen existieren nur als Nullen und Einsen in Bank-Computern und werden bei Bedarf auf Kontoauszügen ausgedruckt oder im Internet angezeigt. Mehr nicht!
Das ganze System wird künstlich am Leben gehalten. Es wird jeden Tag immer mehr virtuelles Geld erschaffen. Wie das gemacht wird, haben wir ja an Hand des 1000,- € Scheines weiter oben erfahren.
Machen sie sich bewusst, dass alle sogenannten garantierten Geldanlagen nur Versprechungen sind. Auf Ihrem Kontoauszug stehen nur Zahlen die ein Bank-Computer auf einen Zettel gedruckt hat.
Ihr Sparbuch, Ihr Festgeld, Ihre Lebensversicherung, Ihre private und gesetzliche Rentenversicherung, alles nur von Computern bedrucktes Papier!
So lange alle das Spiel mitspielen und an diese bedruckten Zettel glauben, wiegen wir uns in Sicherheit. Aber wehe wehe wenn ich auf das Ende sehe. Wenn der erste Feuer ruft, was glauben Sie wer dann schon vor dem Notausgang steht?
Was bewirkt nun das Spiel der Banken und wie sind die Politiker beteiligt?
Banken verdienen Geld, in dem sie es gegen hohe Zinsen verleihen. Logisch! Also haben diese ein nachvollziehbares Interesse daran, viele Kredite an die Frau, den Mann, aber viel lieber an Staaten zu bringen. Warum an Staaten? Der Staat ist die Eierlegendewollmilchsau! Warum?
Der Staat zahlt immer seine Zinsen. Wovon? Von Steuergelder und wenn die nicht ausreichen wird künstliches Geld erschaffen und damit bezahlt. Es sind doch nur Nullen und Einsen in einem Computer. Und in einem solchen Computer ist viel Platz für Nullen und Einsen.
Aber im ernst. Wie geht das nun. Also, unsere lieben Politiker brauchen Geld. Nun gehen die nicht einfach so zur Bank und machen einen Darlehnsvertrag. Sie stellen es geschickter an. Das ganze nennt man Staatsanleihen oder auch Bundeswertpapiere. Klingt doch vertrauenerweckender als „Vertrag über Schulden für den die Bürger haften“ oder? Sie kennen die Werbung mit der Schildkröte? Wo Herr Schild als Finanzberater tätig ist? Diese Papiere sind gemeint!
Mit diesen Staatsanleihen erhält der Staat neues Geld von den Käufern dieser Anleihen. Er zahlt dafür Zinsen. Dazu verwendet er (richtig) Steuergelder. Wer kauft nun diese Anleihen und bekommt die Zinsen. Hauptsächlich sind das Banken und Versicherungen. Mit welchen Geld tun sie das? Mit dem Geld ihrer Kunden, welches die Kunden den Banken und Versicherungen anvertraut haben. Toll, so bekommen sie wenigsten ein Teil Ihrer Steuern zurück. Oder anders herum. Sie zahlen sich Ihre Sparzinsen selber. Leider müssen Sie mehr zahlen als Sie bekommen.
Na ja macht nichts. Ist halt so. Pech gehabt. Besser als Nichts!
Um es mal ganz deutlich zu sagen. Mit Ihren Ersparnissen geben Sie einem hochverschuldeten Staat immer wieder neues Geld. Natürlich nicht freiwillig. Aber haben Sie denn einen Einfluss darauf, was Banken und Versicherungen mit Ihrem Geld machen? Nein, den haben Sie nicht wirklich.
Jetzt könnten Sie einwenden, dass ja Banken und Versicherungen mit ihren Gewinnen ebenfalls diesem Risiko ausgesetzt sind. Könnte man denken. Ist aber nicht so. Für sich selbst kaufen sie zum Beispiel Aktien und Edelmetalle (flexible Sachwerte) und natürlich gute Immobilien.
Bedeute nichts anderes, als das sie das verdiente virtuelle Geld in Sachwerte umtauschen.
Raucht Ihnen der Kopf? Als kleiner Trost, Sie sind nicht allein!
Am besten Sie holen mal tief Luft und beginnen dann Ihr virtuelles Geld in flexible Sachwerte umzutauschen.
"Wenn der Staat Pleite macht, dann geht natürlich nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger."
Sagte bereits vor einhundert Jahren der Bankier Carl Fürstenberg.